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Military vom 4. Juli 2004
Beim Start bekamen wir eine
Postenkarte ausgehändigt.
Dort wurde jeweils die erreichte Punktzahl notiert.
Die höchste Punktzahl war bei den meisten
Posten 20, dazu konnte man einmal den Joker setzten,
welcher die Punkte verdoppelte.
Gespannt und etwas
nervös fingen wir beim
ersten Posten an. Auf einer Turnbank waren zwei
Gitterroste. Nun musste der Hund auf die Bank springen,
auf dem ersten Rost Sitz, auf dem zweiten Platz
machen und in der Mitte der Roste verharren. Da
das für Gaucho kein Problem sein würde,
setzte ich gerade den Joker und wir gewannen die
ersten 40 Punkte.
Etwas beschwingt und lockerer
machten wir uns auf die Suche nach dem zweiten
Posten.
Im Wald stand eine Wippe. Das ist ja leicht! Doch
halt, die Hunde mussten zuerst Socken aus Robidogsäckli
anziehen, bevor sie über die Wippe durften.
Es war nur schon eine knifflige Angelegenheit,
diese dem Hund überzuziehen. Wenn ein Sack
dann endlich hielt, hatte er plötzlich ein
Loch, und man musste wieder von vorn beginnen.
Doch gezählt wurde nur, ob der Hund mit diesen
rutschigen Socken über die Wippe lief. Und
wie sie liefen! Die ersten Schritte auf normalem
Boden waren so unsicher und wenn es ginge wären
unsere Hunde wahrscheinlich geflogen! Doch so mussten
sie wohl oder übel über die Wippe.
Beim
3. Posten sah ich schwarz. Der Mensch sollte auf
Petflaschen schiessen und der Hund jeweils den
Ball zurückbringen.
Da weder ich gut treffen
kann, noch Gaucho je einen Ball zurückbringen
würde, wollte ich
forfait geben. Aber zum Glück war ja unsere
ganze Familie dabei. Marc schoss schon beim ersten
Schuss alle Flaschen herunter und die Kinder brachten
den Ball zurück. (Letzteres gab natürlich
keinen Punkt.) Kitty hat es da mit ihrem Dream
besser. Er brachte fast alle Bälle zurück
und wurde auch mit mehr Punkten belohnt.
So kamen
wir schon zu Posten 4, wo sie diverse Gesundheitswerte
des Hundes wie Pulsschlag, Atmungsfrequenz, etc.
wissen wollten.
Beim Posten 5 konnte man sich verpflegen.
Doch daneben gab es einen kniffligen Fragebogen über
Schweizerdörfer zu beantworten. Das die Namen
dabei auch nicht immer richtig geschrieben waren,
vereinfachte die Sache auch nicht. Oder hätten
sie gewusst, dass es Orte wie Mund, Ester oder
Rot gibt?
Gestärkt zogen wir weiter. Leider
hatte sich vor dem nächsten Posten ein Stau
gebildet, so war erstmal warten angesagt. So konnte
man dafür «spienzeln»,
was dort gefragt wurde und austauschen. Die Aufgabe
lautete so: Ihr Hund hat sich an der Pfote verletzt
und blutet stark. Mit drei Taschentüchern
galt es dem eigenen Hund einen Druckverband anzulegen.
Sie dürfen das gerne einmal zu Hause üben!
Bei
Posten 7 lagen Wurstrugeli auf Teller am Boden.
Der Hundeführer sollte nun mit einem Tablar
auf dem 3 Tennisbälle lagen eine bestimmte
Strecke absolvieren. Der Hund lief mit lockerer
Leine mit, durfte aber keine der dargebotenen Würste
essen. Für verfressene Hunde war diese Aufgabe
wohl schwerer zu bewältigen als für unsere
z.T. heiklen Eurasier.
Dass man durchaus mit der ganzen Familie teilnehmen
kann, zeigte der nächste Posten. Fiona musste
einen Ball auf einem Löffel balancieren und
gleichzeitig mit Gaucho an der Leine im Slalom
laufen, was die beiden mit Bravour bestanden.
So
kamen wir zum zweitletzten Posten. Die Hunde wurden
auf einem Leiterwagen durch ein Slalom chauffiert.
Den einen gefiel es, die anderen gingen schon gar
nicht auf das Experiment ein und weitere sprangen
ab, sobald sich das Gefährt in Bewegung setzte.
Nach kurzer Distanz hatten wir das Ziel erreicht,
fast. Denn nun musste noch der zehnte und letzte
Posten absolviert werden. Dies war ein kurzer Parcours
mit Cavaletti, Weitsprung, Reifen und am Schluss
noch eine Röhre.
Die Röhre war noch nie
Gauchos Lieblingsdisziplin und so versuchte er
zuerst über die Röhre
zu laufen. Erst als er merkte, dass wir es ernst
meinten, ging er hindurch. Vielleicht hätte
er zuvor lieber bei Dream zugeschaut. Der absolvierte
den Parcours perfekt!
Bevor wir unsere Laufzettel
abgeben durften, musste noch die Menge Guezli in
einer Packung geschätzt
werden.
Bei der Abgabe wurde man noch mit einem
Fressnapf belohnt, den viele wegen der warmen Temperatur
gleich mit Wasser füllten!
Das Military war
ein gelungener Anlass und das schöne Wetter
tat das seine dazu. Man hatte den Eindruck, dass
hier noch der Spass im Vordergrund stand und der
Hund noch Freund und Partner, nicht aber Sportgerät
ist. So gibt es sicher auch noch keine «Militaryrassen»
und jeder Hund war herzlich willkommen.
Das will aber nicht
heissen, dass es auch hier ein paar Profis gibt!
Laut aufgefangenen Gesprächsfetzen
gibt es doch ein grösseres Grüppchen,
das fast jedes Wochenende an die verschiedenen
Militarys in der ganzen Schweiz reist! Wer weiss
vielleicht sind auch SIE das nächste Mal mit
dabei!
Brigitte Nägeli
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